Das Marktforschungsunternehmen Ampere Analysis schätzt, dass die regionalen Übertragungsrechte der Major League Baseball (MLB), der in den USA ansässigen Baseball-Liga, 2026 einen Wert von 1,6 Milliarden US-Dollar bzw. 1,4 Mrd. € haben.3 Dieser Wert bleibt bestehen, obwohl das klassische Kabelmodell einbricht.2 Wenn du Sport ohne Kabelpaket schaust, bestimmt diese Entwicklung mit, was du zu sehen bekommst.
Warum Übertragungsrechte so wichtig sind
Übertragungsrechte (auch TV-Rechte oder Senderechte genannt) sind die Gebühren, die Sender und Streamingdienste zahlen, um Spiele zeigen zu dürfen. Auf regionale Rechte entfallen 43% der gesamten Einnahmen der Liga aus Übertragungsrechten in Höhe von 3,7 Milliarden US-Dollar.1 Das ist ein großer Teil des Geldes, das hinter dem Sport steckt.
Ein regionaler Rechte-Deal umfasst die lokale Übertragung der Spiele eines Teams außerhalb der nationalen Fernsehpakete.1 Ändert sich der Deal, ändern sich auch deine Möglichkeiten, die Spiele zu sehen.
So funktionieren regionale Sportsender
Regionale Sportsender, englisch Regional Sports Networks oder kurz RSNs, übertragen die Spiele der Teams traditionell für das lokale Publikum außerhalb der nationalen Fernsehpakete.1 Sie basieren auf dem linearen Kabelfernsehen, dem klassischen Pay-TV-Modell.1
Im Heimatmarkt der Liga laufen Sportübertragungen auf verschiedenen frei empfangbaren Sendern, auf nationalen und spezialisierten Sport-Kabelkanälen sowie auf regionalen Sportsendern.5 Die RSNs sind also nur einer von mehreren Wegen auf den Bildschirm.
Cord-Cutting setzt die Sender unter Druck
Die RSNs geraten durch das Cord-Cutting zunehmend unter Druck, weil sich Haushalte vom klassischen Bezahlfernsehen abwenden.1 Cord-Cutting bedeutet schlicht: Du kündigst dein Pay-TV-Paket und steigst auf Streaming um. Wenn du das selbst getan hast, bist du Teil dieses Trends.
Ampere schätzt, dass im Heimatmarkt der Liga die Zahl der Pay-TV-Haushalte von 96 Millionen im Jahr 2016 auf 65 Millionen bis Ende 2026 sinken wird.3 Die Zahl der Streaming-Haushalte steigt im selben Zeitraum von 57 Millionen auf 112 Millionen.3
Teams verlieren ihre Senderpartner
In den vergangenen vier Jahren haben 13 der 30 MLB-Teams ihren Partner unter den regionalen Sportsendern verloren.3 Zwölf dieser Verluste folgten auf die Insolvenzen von zwei Unternehmen, die regionale Sportsender betrieben: Diamond Sports und Main Street Sports Group.3
Was das für Cord-Cutter bedeutet
Verliert ein Team seinen Senderpartner, ist der traditionelle Weg für die lokalen Übertragungen gestört.1 Die Suche nach den Spielen kann dann verwirrend sein, besonders wenn du weit weg vom Team wohnst.
Gleichzeitig bleiben die Rechte wertvoll. Rechteinhaber haben deshalb einen Anreiz, immer wieder neue Übertragungswege für Spiele zu finden, und Streaming ist eine Möglichkeit, dort zu suchen.
Worauf du als Nächstes achten solltest
Neue Daten von Ampere zeigen, warum Teams so zögerlich waren, einen lokalen Streamingdienst zu starten (ein Streaming-Angebot, das an einen lokalen Markt gebunden ist). Für Fans gibt es trotzdem Grund zur Hoffnung.4
Die entscheidende Frage ist, wie Teams ohne regionalen Senderpartner ihre Fans vor Ort erreichen. Achte auf neue lokale Deals und auf Teams, die Streaming ausprobieren. Beides würde verändern, wo du Spiele findest.
Baseball schauen, ohne zu viel zu zahlen
Regionale Rechte sind an lokale Zuschauer gebunden, daher kann es von deinem Wohnort abhängen, was du sehen kannst.1 Rechte-Deals können sich ändern, prüfe das Angebot also jede Saison erneut.
- Nicht lizenzierte Streams sind riskant und oft illegal.
- Prüfe, was lokale Sender kostenlos anbieten, bevor du für ein Paket bezahlst.
Wenn du etwas zum Anschauen suchst, kannst du auf Open TV Streams alle Live-Kanäle durchstöbern.